[Rezension] London Stalker - Oliver Harris

Worum geht's? Detective Nick Belsey ist vom Dienst suspendiert, hat eine Anklage am Hals und haust im verlassenen Polizeirevier von Hampstead. Amber Knight ist Londons größtes It-Girl und lebt das glamouröse Leben eines Pop- und Filmstars. Als eines Tages eine ältere Frau bei Belsey anklopft und ihn bittet, ihren Sohn aufzuspüren, der seit Tagen verschwunden ist, findet Belsey Hinweise darauf, dass er Amber Knight gestalkt hat. Belsey schmuggelt sich als Securitymann in Amber Knights Leben ein und gerät, als eine Bekannte von Amber tot aufgefunden wird, selbst unter Mordverdacht. Während er versucht seine eigene Haut zu retten sowie den wahren Täter und den Vermissten zu finden, stößt Belsey hinter Reichtum, Glanz und Glamour auf Verzweiflung, Obsession und eine mysteriöse Organisation, die davon zu profitieren scheint. 

Meine Meinung. 

Wieso ich zu dem Buch gegriffen habe? 
Dunkle Jahreszeit = Krimi-Stimmung. Ergibt irgendwie Sinn, oder nicht? 
Außerdem brauchte ich noch ein Buch das in London spielt - ich liebe diese Stadt übrigens! - für die Lies dich nach Hogwarts Challenge, von daher hat »London Stalker« sich regelrecht angeboten. Zugegeben bin ich vor allem durch das Cover auf das Buch aufmerksam geworden, denn die Farben gefallen mir richtig gut, aber auch der Klappentext klang spannend und hat mich überzeugt, weshalb ich das Buch beim Bloggerportal angefragt hatte, die mir das Werk als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben, danke dafür! 

Am besten gefallen hat mir...
...wie unvorhersehbar der Roman war. Mittlerweile habe ich es einfach wahnsinnig oft bei Krimis und Thrillern, dass ich nach der Hälfte - oder noch schlimmer: direkt am Anfang - bereits eine konkrete Vermutung habe, wer der Täter ist, die sich häufig dann auch bestätigt. Das war bei »London Stalker« jedenfalls nicht der Fall. Ich bin ziemlich lange Zeit im Dunkeln getappt und habe gerätselt, wie das alles wohl zusammenhängen mag, aber auf die tatsächliche Lösung wäre ich im Leben nicht gekommen. Im Laufe der Geschichte hat sich die Handlung in eine Richtung entwickelt, die ich nicht habe kommen sehen und die mich positiv überrascht hat.
(Zugegeben habe ich den Klappentext nicht zu Ende gelesen, der nimmt ein bisschen was vorweg, das mich überrascht hat.)

Ebenfalls toll war...
...dass man das Buch ganz wunderbar verstanden hat, ohne die Vorgänger zu kennen. Bei »London Stalker« handelt es sich um den dritten Teil der Reihe um Nick Belsey und obwohl ich wie gesagt die ersten beiden Bände nicht kannte, hatte ich keinerlei Probleme in die Geschichte hinein zu finden. Sicherlich hätte man mehr Verbindung zu dem Hauptcharakter gehabt, wenn man die vorigen Teile gelesen hätte, aber meiner Meinung nach ist dies nicht nötig, man kann diesen Krimi auch ohne jegliches Vorwissen verschlingen. 

Ferner gefiel mir vor allem, wie actionreich dieses Buch in dem Sinne war, dass Belsey immer einer anderen Spur nachgeht. Er ist sehr oft am hin und her fahren, findet etwas heraus, dreht ein paar halblegale Dinge, die für mich als Leser sehr unterhaltsam waren, geht einer neuen Spur nach und so weiter. Belsey war eigentlich immer in Bewegung, wodurch das Buch durchgängig spannend war. 

Was mir nicht so gut gefallen hat... 
...war definitiv das Ende. Ich mag es, wenn eine Geschichte - selbst ein Krimi - rundherum abgeschlossen ist. Es sei denn natürlich wir haben einen Cliffhanger oder es gibt einen nächsten Teil, der direkt anschließt, aber dieser Fall aus diesem Buch ist abgeschlossen. Deshalb wäre es schön gewesen, wenn nicht auf den letzten paar Seiten so viel passiert wäre, dass ich am Ende mit einem unguten Gefühl zurück gelassen wurde. Ich habe tatsächlich gegoogelt, ob in meinem Buch nicht das letze Kapitel fehlt oder so. Die letzten Seiten in »London Stalker« waren sehr rasant und irgendwie... nichts sagend. Es fühlte sich nicht nach einem Ende an, sondern als müsste die Geschichte weitergehen und das fand ich etwas schade, da mir der Rest des Buches ansonsten sehr gut gefallen hat.

Fazit?
»London Stalker« ist ein durchgängig spannender Kriminalroman, der überraschend unvorhersehbar ist und mit einem tatkräftigen Protagonisten punkten kann, der definitiv kein typischer Held und genau deshalb so sympathisch ist. Oliver Harris konnte mich mit seinem Roman fast vollständig überzeugen, ich habe auf jeden Fall vor die vorigen Bände zu lesen und eventuelle Nachfolger, da mein einziger Kritikpunkt das etwas rasante Ende ist. 



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