Dienstag, 30. September 2014

[Rezension] Herzklopfen auf Französisch - Stephanie Perkins

Infos.

Autor/in: Stephanie Perkins
Preis: 8,99 €
Seiten: 448
Originaltitel: Anna and the French Kiss

Klappentext.

Ein Jahr in Paris? Anna könnte sich Besseres vorstellen, als in einem Land zur Schule zu gehen, dessen Sprache sie nicht spricht. Und dafür muss sie auch noch ihren Schwarm in Atlanta zurück lassen... Doch schon bald lernt die angehende Filmkritikerin das französische Leben zu schätzen: echter Kaffee,  wunderschöne Gebäude und Kinos wohin man schaut! Vor allem der attraktive, und bereits vergebene, Étienne führt Anna durch das schöne Paris - und wird zu ihrem besten Freund. Doch als ihre Freundschaft immer enger wird, sind beide verunsichert - und das nicht nur, weil Étienne eine Freundin hat...


Meine Meinung.

Um dieses Buch habe ich ziemlich lange einen Bogen gemacht, weil mir der deutsche Titel genauso wie das Cover überhaupt nicht gefallen hat. Und es hat einige Zeit gedauert, bis mir aufgefallen ist, dass das englische Buch 'Anna and the French Kiss', das ich gerne lesen wollte, 'Herzklopfen auf Französisch' ist - aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer. 
Der Klappentext leistet hier finde ich ziemlich gute Arbeit, auch wenn ich diesen ehrlich gesagt erst jetzt richtig gelesen habe, vorher habe ich nur die ersten paar Sätze überflogen, was dann aber letztendlich doch gereicht hat, damit ich die Geschichte lesen wollte. 
Die Charaktere sind alle wirklich total gelungen, besonders die beiden Hauptpersonen Anna und Étienne, der allerdings von allen immer nur bei seinem Nachnamen St. Clair gerufen wird. 
In Anna konnte man sich richtig gut hineinversetzen, gerade weil sie zu Anfang der Geschichte echt unsicher ist, was aber natürlich auch total verständlich ist. Sie ist in einem ihr fremden Land, kennt niemanden, muss sich von ihren Eltern verabschieden und kann nicht einmal die Sprache. Gerade der letzte Punkt hat für viele witzige Situationen gesorgt, die mich zum Lachen gebracht haben, weil sie einfach so herrlich normal waren. Ihr "Gegenpart" Étienne hat mir ebenfalls total gut gefallen, weil...keine Ahnung. Er war einfach ein richtig sympathischer Charakter, den ich sofort gern hatte und in den man sich gut hineinversetzen konnte. 
Es hat Spaß gemacht zu lesen, wie die beiden sich kennenlernen und ihre Freundschaft wächst. Ja-ha, Freundschaft! Ich weiß gar nicht, wie lange es her ist, dass ich mal ein Buch gelesen habe, in dem die Charaktere sich nicht direkt verliebt haben, sondern erst eine ganze Zeit miteinander befreundet waren. Das war eine nette Abwechslung, auch in der Handlung, die im Übrigen auch ganz anders war als ich erwartet hatte. Die Story an sich war an einigen Stellen viel ernster und fast dramatisch, als man bei dem Klappentext vielleicht denken würde. Aber es war gerade noch so die richtige Menge aus Liebe, Freundschaft und Drama, die 'Herzklopfen auf Französisch' für mich so lesenswert gemacht hat, denn ich hatte wirklich Freude daran, auch wenn ein bisschen was gefehlt hat, als dass es für mich perfekt gewesen wäre. Trotzdem kann ich dieses Buch wirklich sehr empfehlen. 

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