[Rezension] Es wird keine Helden geben - Anna Seidl

by - August 09, 2014

Infos.

Autor/in: Anna Seidl
Preis: 14,95 €
Seiten: 256
Originaltitel: /

Klappentext.

Ein völlig normaler Schultag. Doch kurz nach dem Pausenklingeln fällt der erste Schuss. Die fünfzehnjährige Miriam flüchtet mit ihrer besten Freundin auf das Jungenklo. Als sie sich aus ihrem Versteck herauswagt, findet sie ihren Freund Tobi schwer verletzt am Boden liegen. Doch für Tobi kommt jede Rettung zu spät, und Miriam verliert an diesem Tag nicht nur ihr bislang so unbeschwertes Leben...


Meine Meinung.

Anfangs hatte mich der Klappentext irgendwie überhaupt nicht angesprochen, auch wenn das Buch an sich ja ziemlich gehypt wurde. Mit Amokläufen kann ich ehrlich gesagt nicht so viel anfangen, das Thema...ich mag es irgendwie nicht, ich lese eigentlich nicht gerne darüber und ja, ich mag es wirklich gar nicht. Es ist einfach eines der Themen, mit denen ich mich nicht auseinandersetzen möchte. Trotzdem habe "Es wirklich keine Helden geben" gelesen. Und ich war positiv überrascht.
Man wird gleich in das Geschehen hinein geworfen, direkt in den Amoklauf, dem man aus Miriam's Sicht beiwohnt. Selten hat es ein Buch geschafft, mich auf Seite...ich weiß gar nicht mehr genau, es war glaube ich unter Seite 30 gewesen, und ich war total am Heulen. Die Autorin erzählt Miriam's Geschichte wirklich gefühlvoll und ihr Schreibstil gefiel mir sehr gut, ebenso wie die Geschichte an sich, was mich wie gesagt total überrascht hat.
Die Story ist einerseits zwar auch ein wenig vorhersehbar, andererseits hat es aber auch Spaß gemacht dieses Buch zu lesen und ich habe es in einem Zug durchgelesen und nicht mehr aus der Hand gelegt.
Mit Miriam als Protagonistin hatte ich zu Beginn ein paar Probleme und konnte ihre Gefühle, Handlungen und Reaktionen nicht immer nachvollziehen, aber je mehr man von ihr erfahren hat, umso sympathischer wurde sie mir auch. Besonders gut gefielen mir die Rückblicke, weil man dann eine ganz andere Miriam sehen konnte. Und dadurch hat man auch die Wandlung bemerkt, die die Protagonistin während des Buches durchgemacht hat. War sie zu Beginn noch ein totales Wrack - verständlicherweise - hatte sie gegen Ende ihr Leben wieder mehr oder weniger im Griff.
Alles in allem gefiel mir "Es wird keine Helden geben", vielleicht auch wegen dem tollen und passenden Titel, aber erstaunlich gut, trotz anfänglicher Startschwierigkeiten.

You May Also Like

0 Kommentare