[Rezension] London Road. Geheime Leidenschaft - Samantha Young

Mai 11, 2014


Infos.

Autor/in: Samantha Young
Preis: 9,99 €
Seiten: 512
Originaltitel: Down London Road

Klappentext.

Johanna Walker ist jung, attraktiv und kann sich vor Verehrern kaum retten. Aber jeder sieht nur ihre Schönheit, niemand kennt ihr Geheimnis. Sie will mit ihrem kleinen Bruder der Armut und der Gewalt in ihrer Familie entfliehen. Daher sucht Johanna einen soliden Mann, gutsituiert und zuverlässig. Stattdessen begegnet sie Cameron McCabe - gutaussehend, arrogant und irgendwie gefährlich. Gefährlich sexy. Er ist der Einzige, der wirklich in ihr Innerstes blicken will. Wird es ihm gelingen, ihre Mauer auf Zweifeln zu durchdringen?

Meine Meinung. 

Nach "Jamaica Lane" folgte jetzt die "London Road", obwohl mir aufgefallen ist, dass ich diese Reihe unbeabsichtigt in völlig falscher Reihenfolge lesen. Rückwärts praktisch. Ich arbeite mich von Band 3 zu Band 1 durch und das unbeabsichtigt^^
"Jamaica Lane" habe ich irgendwann vor ein paar Wochen gelesen und mir war klar, dass ich die anderen Teile dieser Edinburgh-Geschichten auch noch haben muss. Ja, wie das Schicksal es wollte hatte dann keine Buchhandlung diese Bücher, was mich ziemlich geärgert hat, da ich sie monatelang überall herumliegen sah. Als ich es dann doch noch im Supermarkt gesehen habe, habe ich mich zumindest ziemlich gefreut. (Die blöde Kassiererin die mich blöd angeguckt hat, hat meine Freude leider in bisschen getrübt...)

Der Klappentext hat einem ja schonmal eine richtig klischeehafte Story versprochen, die ich unter anderen Umständen glaube ich nicht einmal so gut gefunden hätte, wie ich "London Road" jetzt fand, einfach weil die Geschichte an sich relativ lahm ist und sich vieles im voraus erahnen lässt.
Ich würde sagen, dieses Buch lebt alleine durch seine Charaktere, die man irgendwie ins Herz geschlossen hat und ohne die diese Geschichte eine Katastrophe wäre. Wenn ich noch eines dieser jungfräulichen Püppchen hätte ertragen müssen, hätte ich glaube ich geschrien. 
Johanna, oder auch nur Jo genannt, dagegen ist ein super Charakter, mit dem man mitfühlen kann und der mir nur an ein oder zwei klitzekleinen Stellen ein bisschen unsympathisch war. Aber alles in allem ist sie eine tolle Protagonistin gewesen. Jo hatte es in ihrer Vergangenheit nicht leicht und auch jetzt in der Gegenwart nicht - zumindest bis sie Cameron trifft. 
Irgendwie war er mir ja von der ersten Seite an sympathisch, auch wenn Jo das anders sah und sich derbe über ihn aufgeregt hatte. Zurecht, denn zu Anfang ist er wirklich ein Arsch. Diese Meinung muss man aber relativ schnell auch wieder revidieren, da man einfach recht schnell merkt, dass er eben kein Arsch ist, sondern eigentlich ziemlich nett. 

Die Nebencharaktere kannte ich ja alle schon aus "Jamaica Lane" und demnach schön war es sie irgendwie wieder zusehen.  Hier gab es auch noch ein paar Hintergrundinfos zu eben dieses Charakteren, die mir in "Jamaica Lane" ein bisschen gefehlt haben, weswegen ich empfehlen würde diese Bücher doch in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da einige Dinge dann einfach besser verständlich sind, wie die Beziehungen der Charaktere untereinander zum Beispiel oder die Familiengeschichten, durch die ich bei Olivias & und Nate's Story auch nicht ganz durchgestiegen bin. 

Worüber ich mich allerdings wieder aufregen könnte, wäre dieser Untertitel. Könnte man den nicht einfach mal weglassen? Hätten die dieses Buch nicht auch einfach nur London Road nennen können? Nein, natürlich musste mal wieder einer dieser grauenhaften Untertitel eingefügt werden, vor denen man in diesem Genre ja kaum fliehen kann. Bei einer Geschichte wie "Rush of Love" kann ich das ja noch halbwegs nachvollziehen, da die weiteren Bände den gleichen Titel haben, oder auch bei "Addicted to you", aber doch nicht hier, wo jedes Buch der Reihe einen eigenen Namen erhält -.- 
So an sich muss ich allerdings sagen, dass mir die Sache mit den Straßennamen als Titel sehr gut gefällt - wenn denn der Untertitel nicht wäre.

Abgesehen davon gefiel mir das Buch an sich ganz gut, es war nicht herausragend, aber der Schreibstil war in Ordnung, wenn ich ihn auch schlechter als bei "Jamaica Lane" empfunden habe. Die Storyline ist ziemlich flach, dafür überzeugen die Charaktere mit Charme und Leichtigkeit, obwohl diese auch nicht alles herausreißen  konnten. 

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