[Rezension] Shades of Grey. Befreite Lust - E. L. James

Dezember 03, 2013

Infos.

Autor/in: E. L. James
Preis: 12,99 €
Seiten: 672
Originaltitel: Fifty Shades Freed

Klappentext.

Zunächst scheint sich Christian tatsächlich auf Ana einzulassen, und die beiden genießen ihre Leidenschaft und die unendlichen Möglichkeiten ihrer Liebe. Aber Ana ist sich bewusst, dass es nicht einfach sein wird, mit Christian zusammenzuleben. Ana muss vor allem lernen, Christians Lebensstil zu teilen, ohne ihre Persönlichkeit und ihre Unabhängigkeit zu verlieren. Und Christian muss sich von den Dämonen seiner Vergangenheit befreien.
Gerade in dem Moment, als ihre Liebe alle Hindernisse zu überwinden scheint, werden Ana und Christian Opfer von Missgunst und Intrigen, und Anas schlimmste Albträume werden wahr. Ganz auf sich allein gestellt, muss sich Ana endlich Christians Vergangenheit stellen.



Meine Meinung.

...
Ich. habe. es. geschafft.
...

Dieses Buch beendet zu haben, ist beinahe schon eine Erleichterung. Wenn es nicht so unerträglich gewesen wäre, es auf dem SuB liegen zu haben, dann hätte ich dieses Buch mit Sicherheit auch nicht beendet, aber so...ich habe mich durch ganze 672 Seiten reinen Horror gequält und bin mittlerweile fix und fertig.

Wie konnte diese Autorin dieses Buch nur schreiben, ohne depressiv zu werden?
 Diese Frage habe ich mir des öfteren gestellt und ich frage es mich auch immer noch.

Aber nein, ich werde mich jetzt nicht allzu sehr über diesen absoluten Schundroman aufregen - hoffe ich :D

Die Handlung beginnt soweit ich mich erinnern kann einige Wochen nach dem Ende des zweiten Buches und mit den Flitterwochen von Ana und ihrem Mr Grey.
Fast schon bin ich froh, dass man die Hochzeit nicht mitbekommen hat, denn das wäre meiner Meinung nach einfach unerträglich gewesen. Außerdem wäre das Buch dann ja noch dicker...nein, Gott sei Dank ist die Autorin hier nicht zu sehr ins Detail gegangen.
Mal wieder habe ich gemerkt, dass diese Geschichte einfach nur zum Kotzen ist. Schrecklich kitschig und einfach nur ohne richtige Handlung. Es gibt überhaupt keine Spannung, an keiner Stelle, da sowieso alles immer innerhalb von fünf Seiten sofort wieder aufgeklärt wird. Das lädt doch geradezu dazu ein das Buch aus der Hand zu legen, oder nicht? :D
Während ich im letzten Buch ja schon einer Krise nahe war, aufgrund all der Liebesbekundungen, war ich hier doch das erste mal glatt kurz davor das erste Mal ein Buch durch die Gegend zu schmeißen, einfach weil es so unerträglich schrecklich und abgrundtief schrecklich ist und...ach, ich kann es gar nicht richtig beschreiben...

Die Charaktere konnte ich immer noch kaum leiden, mit Ana konnte ich immer noch nicht wirklich warm werden, Christian finde ich nach wie vor sehr nervig und fragwürdig und der Rest macht auch nicht so viel her.
Ana's Entscheidung Christian zu heiraten konnte ich schon im letzten Band nicht verstehen, und kaum habe ich hier wieder angefangen zu lesen, fiel mir auch wieder ein wieso. Christian ist doch einfach nur ein Mistkerl, der mehr Problem hat als Dr. Flynn je kurieren wird können.
Diese herrische Art nervt abgrundtief, zumal er jedes Mal wegen den kleinsten Dingen wütend wird. Und sein ewiges Gemecker, dass sie doch endlich essen soll...ja, wir haben es verstanden. Aber hat er denn immer noch nicht verstanden, dass sie eine erwachsene Frau ist? Anscheinend nicht! Denn sonst würde er nicht jede ihrer Handlungen in Frage stellen und sie dauernd kontrollieren wollen.
Ana ist nicht wirklich besser, auf jeder verdammten Seiten denkt sie nur, nur, nur...nur, nur, nur an Christian und wie sehr sie ihn doch liebt. Was für ein armer Kerl er doch ist, worunter er so sehr zu leiden hat, wieso sie ihn bemitleidet...bla, bla, bla. Es ging mir unglaublich auf den Keks, dass gefühlt jeder zweite Satz von ihr war: "Oh, mein armer kleiner Christian."
Ja, ganz arm, wirklich. *den Kopf schüttel*
Wirklich gewundert hat es einen auch nicht, dass die liebe Ana dann auch noch zu blöd war, um pünktlich zum Arzt zu gehen. Denn natürlich musste sie auch noch schwanger werden!
Wirklich überraschend war das nicht, aber es hat unglaublich genervt, diese ganze Diskussion wer jetzt warum auf wen sauer ist.

Selbst das Ende war denkbar unspektakulär. Da wartet man die ganze Zeit darauf, dass herauskommt, wer eigentlich derjenige ist, der mit Jack Hyde zusammenarbeitet und dann ist die Lösung einfach nur...argh! Könnte man das nicht ein bisschen ausschmücken oder so? Dass endlich bekannt ist wer der ach so fiese Bösewicht eigentlich ist, kann man auch leicht überlesen, da es wirklich nur kurz erwähnt wird.
Was sollte das? Drehte sich nicht das ganze Buch genau darum?
 Der Epilog war zwar ganz schön, um mit der Geschichte abzuschließen, aber auch nichts sonderlich Tolles. Die "Zusatzkapitel" Shades of Christian hätte man sich finde ich auch sparen können, da seine Gedanken jetzt nicht soo interessant waren und man eigentlich finde ich auch nicht wirklich wissen will, was er denkt...ich zumindest nicht und ich habe diese Seiten auch nur schnell überblättert ;D

Alles in allem ein schlechter Abschluss einer schlechten Reihe - wie zu erwarten also. Meine Ansprüche an dieses Buch waren schon wirklich nicht sonderlich groß, aber sie wurden noch unterboten.
In einem Wort würde ich sagen: Grauenhaft.
Ganz bestimmt werde ich diese Buchreihe nicht noch einmal lesen, höchstens den ersten Band der noch halbwegs erträglich war, aber ansonsten...nein, auf keinen Fall.
Das einzig positive das ich momentan finden kann ist, dass die drei Bücher im Regal eigentlich ganz hübsch aussehen. Wenn nicht die "Untertitel" wie in diesem Fall "Befreite Lust" wären...

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