Sonntag, 29. Dezember 2013

[Rezension] 43 Gründe warum es AUS ist - Daniel Handler

Infos.

Autor/in: Daniel Handler
Preis: 18,90 €
Seiten: 368
Originaltitel: Why We Broke Up

Klappentext.

Ed ist der Star der Basketballmannschaft, Min eine sensible, künstlerisch angehauchte Filmnärrin, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Als sich beide auf einer Party begegnen, funkt es gewaltig. Doch beim näheren Kennenlernen zeigt sich, wie grundverschieden sie sind. Ihre Beziehung ist kurz, aber heftig - voller Überraschungen und Entdeckungen, voller Bemühen und Enttäuschung. Als es aus ist, schreibt Min einen glühenden, virtuosen Brief und gibt Ed all die Dinge zurück, die in ihrer Beziehung eine Rolle gespielt haben. 


Meine Meinung.

In letzter Zeit habe ich irgendwie echt einen Hang dazu mir unwissentlich Bücher rauszusuchen, die in Briefform geschrieben sind. Dieses ist jetzt schon das dritte in echt kurzer Zeit, aber auch das beste, wie ich finde.
Von "43 Gründe warum es AUS ist" habe ich nicht einmal den Klappentext gelesen, bevor ich es gekauft habe und auch jetzt eigentlich erst nach dem lesen, weil mir empfohlen wurde, dass das Buch viel besser ist, wenn man diesen nicht liest. Und ich denke das ist wirklich so. Der Klappentext nimmt sehr viel voraus, was ich schade finde und ich bin froh, dass ich das Buch einfach so gelesen habe, ohne so genau zu wissen worum es geht (ich meine jetzt nicht den Klappentext den ich hier poste, ich meine den, der im Buch innen drin steht :D).

Schon alleine von der Idee an sich war ich absolut begeistert und eigentlich war mir schon nach den ersten Seiten klar, dass ich das Buch mögen werde. Das lag zu einem Großteil auch an den Bildern, mit denen das Buch verschönert wurde. Zu jeder kleinen Passage die Min erzählt hat sie einen Gegenstand, der jeweils am Anfang abgebildet ist. Alleine schon deswegen konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen, weil ich Bücher mit Bildern irgendwie sehr schön finde :)

Die Handlung ging rasch voran und Min hat die Geschichte finde ich sehr schön und gefühlvoll erzählt. Man konnte sich gut in sie herein versetzen und ich habe richtig mit ihr mitfühlen müssen, als mit Ed dann schließlich Schluss war. Manche Kapitel sind länger, einige kürzer oder ganz kurz, aber das war eigentlich ganz gut so, weil einige Szenen halt wichtiger waren als andere. Trotzdem hat es sehr viel Spaß gemacht die Geschichte zu jedem Gegenstand in der Kiste zu erfahren. Zumal ich mir die Briefform schlimmer vorgestellt hätte. Irgendwie habe ich gedacht, das ganze wird schrecklich abgehackt, aber in Wahrheit knüpfen die meisten Szenen aneinander an und das Ganze lies sich gut hintereinander weg lesen.

Die Protagonistin Min war mir am Anfang ein ganz bisschen sympathischer als in der Mitte und am Ende des Buches, aber eigentlich hatte sie wirklich ins Herz geschlossen. Sie ist einfach ein bisschen anders, auch wenn sie das immer abstreitet. Na gut, vielleicht nicht ganz so anders, aber sie liebt alte Filme ziemlich doll und das wird auf beinahe jeder Seite erwähnt, wenn sie alle möglichen Sachen mit Szene aus Filmen vergleicht, von denen ich im Leben noch nie gehört habe. Das war mit der Zeit etwas nervig, weil ich immer nur dachte: Hey, den Film kenn' ich doch sowieso nicht und wahrscheinlich werde ich ihn nie sehen, warum lese ich das überhaupt?
Wirklich, bei jeder sich bietenden oder auch nicht bietenden Gelegenheit hat Min über diese Film geredet und das ging mir mit der Zeit einfach nur so richtig auf den Keks.
Ed mochte ich zu Beginn des Buches weniger, dann aber zur Mitte dennoch richtig gerne und eigentlich ist er auch ein echt guter Charakter, nur...hm, irgendwie fand ich die ganze Zeit, dass er und Min nicht so richtig zusammengepasst haben. Schon klar, darum ging es ja in dem Buch, dass die beiden offensichtlich nicht zusammenpassen, aber es war nun einmal so. Er hat einfach immer das absolute Klischee erfüllt und bei jeder Gelegenheit "schwul" gesagt, sowie "nichts für ungut". Immer wieder hat er nur das gleiche gesagt und manchmal dachte ich echt, ob er nicht noch andere Wörter in seinem Wortschatz hat. Naja, am Ende wird er mit einmal Mal wieder ziemlich unsympathisch, aber das wird man schon verstehen, wenn man das Buch liest, da will ich jetzt nicht näher drauf eingehen ;)
Obwohl Ed wirklich kein schlechter Kerl ist, konnte ich nicht so recht warm mit ihm werden und da fand ich Min's besten Freund Al doch etwas interessanter und netter und...naja, er hat eben die typische Kumpelrolle eingenommen. Normalerweise bin ich nie für die besten Freunde, weil ich die fast immer langweilig finde, aber Al irgendwie nicht. Keine Ahnung wieso, vielleicht weil ich ihn als passenderen Freund für Min erachtet hatte und die ganze Zeit nur wollte, dass die beiden ein Happy End haben. Auch hier sage ich nicht mehr zu. Das einzige was ich sage, ist, dass das Ende eigentlich recht zufriedenstellend ist.

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