Sonntag, 2. Juni 2013

[Rezension] Vergiss den Sommer nicht - Morgan Matson

Infos.

Autor/in: Morgan Matson
Preis: 7,99 €
Seiten: 480
Originaltitel: Second Chance Summer

Klappentext.

Immer wenn es brenzlig wird, hat Taylor genau eine Lösung: Sie rennt weg. Doch jetzt ist es die Zeit, die ihr davonläuft. Ihr Vater hat nur noch wenige Wochen zu leben und einen Wunsch: Diesen letzten gemeinsamen Sommer soll die Familie in Lake Phoenix verbringen - so wie früher. Taylor liebt den funkelnden See mit seinen duftenden Wäldern, den Abenden am Strand ... doch vor 5 Jahren, hat sie dort nicht nur ihre beste Freundin, sondern auch ihre erste Liebe enttäuscht. Nun versucht Taylor, all das wiedergutzumachen - und diesen Sommer festzuhalten, die letzten Tage mit ihrem Dad, die unwiederbringlich schwinden ...



Meine Meinung.

Gerade gestern erst hatte ich ja "Wer braucht schon Liebe?" beendet und mich dann sofort heute Morgen an "Vergiss den Sommer nicht" gesetzt, damit ich am Wochenende so viele Bücher wie möglich durchkriegn, falls ich in der Woche nicht so viel Zeit dafür habe.
Von "Wer braucht schon Liebe?" war ich ja absolut hin und weg, weswegen ich nicht gedacht hätte, dass "Vergiss den Sommer nicht" mich genauso beeindrucken könnte, vor allem, da ich "Amy on the Summerroad" jetzt nicht schlecht fand, aber irgendwie hatte mir da etwas gefehlt, weswegen meine Erwartungen hier nicht ganz so hoch waren, aber am Ende wurde ich wirklich überrascht, denn es hat mich wirklich den ganzen Tag über gefesselt und ich habe es nie länger als zehn Minuten aus der Hand gelegt.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen und eigentlich genau das richtige für einen schönen Sommertag (wenn denn das Wetter mitspielen würde) und wenn da nicht das Thema des Buches wäre.
Schon in "Amy on the Summerroad" ging es ja um einen verstorbenen Vater und hier wurde das Thema noch einmal aufgefriffen, nur völlig neu in einer anderen Geschichte verpackt, die mich wirklich beeindruckt hat.
Mit Taylor kam man von Anfang an gut klar, sie ist ein relativ unkomplizierte Charakter, der nur erst einmal verstehen muss, dass die Welt nicht nur gut ist. Ich finde sie hat relativ gefasst reagiert, wenn es immer mal wieder darauf zu sprechen kam, dass ihr Vater sterben wird. Anfangs hat sie sich ja sogar geweigert mit ihrer Familie die Monate am See zu verbringen, was ich nicht so ganz nachvollziehen konnte, zu einem kleinen Teil aber doch irgendwie schon. Es ist halt Taylors Art vor allem wegzulaufen, so wie sie es schon immer gemacht hat.
Anfangs hatte ich gar nicht verstanden, was sie Henry und Lucy angetan haben sollte, aber dann ist mir irgendwann aufgegangen, dass sie einfach mal wieder weggelaufen war, als es schwierig war, ohne sich zu verabschieden oder ähnliches.
Die Handlung schleicht zu Anfang und besonders die Liebesgeschichte bleibt relativ lange auf der Strecke, aber mich persönlich hat das nicht so gestört, da es ja nicht nur darum ging, sondern auch darum, wie Taylor ihren Vater in diesem Sommer noch einmal vollkommen neu kennenlernt und lernt die Zeit mit ihrer Familie zu schätzen.
Ehrlich gesagt hatte ich gar keine so genau Ahnung davon, worum es in dem Buch ging, als ich es gekauft habe, da ich einfach dachte, dass ich es haben muss und es schon okay sein wird, aber dann hat mich die ganze Sache so positiv überrascht, dass ich mal wieder viel zu sehr mitgefühlt habe und die letzten Seiten wirklich sehr am Schluchzen war, weil ich so ergriffen war.
Morgan Matson hat es wirklich wunderbar geschafft das Alles so zu vermitteln, dass einem gar nichts anderes übrig bleibt als mit Taylor mitzufiebern und zu hoffen und zu leiden. Besonders zu leiden.
Ich hätte es nicht gedacht, aber dieses Buch war perfekt, von der ersten bis zur letzten Minute, um mal ein bisschen zu zitieren :)
Ich war auf jeden Fall wirklich positiv überrascht und gerade weil es mich emotional so mitgerissen hat.

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